Am 7. Mai spielen Sie eine wichtige Rolle in dem ZDF Melodram "Lebenslüge". Sie geben vor, Vater eines 14-jährigen Mädchens zu sein. Dabei ist es gar nicht Ihr Kind. Klingt das nicht ein bisschen realitätsfern?
Von wegen! Als ich mit meiner Frau vor gut einem Jahr Urlaub in Holland machte, flog bei einer befreundeten Familie auch eine jahrelange Lebenslüge auf. Die Eltern hatten ihrem Kind bisher nicht erzählt, daß es adoptiert worden war. Durch einen Zufall erfuhr es dann davon.
Was für ein Zufall?
Es spielte mit anderen Kindern, die Bescheid wußten. Sie hatten es von ihren Eltern gehört und sich dann verplappert. Da war es vorbei mit der Ferienstimmung.
Hatten Sie jemals Geheimnisse vor Ilja, den Ihre Frau vor 19 Jahren mit in die Ehe brachte?
Nein, Ann-Monika und ich haben ihm stets erzählt, was er wissen wollte und sollte. Mit sechs Jahren wurde Ilja aufgeklärt-und das hat ihm sicher nicht geschadet. Aus dem Jungen ist etwas geworden: ein Doktor der Physik mit einem Superjob in Chicago. Darauf sind wir stolz.