NICHT VON SCHLECHTEN ELTERN

Der Erfolg der charismatischen ZDF-Pädagogen "Dr. Specht" ließ den um Zuschauer und Werbekunden kämpfenden Machern des ARD-Vorabendprogramms keine Ruhe. Eine Schul-Serie mußte her, ein "junges Programm" mit Herz und Witz und ab und zu, soviel Realität muss erlaubt sein, etwas Drama.
Darum dreht sich 39 Folgen lang alles um die schulischen, familiären und pubertären Nöte und Freuden des Schefer-Clans. Vater Wolfgang, den Ulrich Pleitgen zu einem echten Sympathieträger macht, ist als Marineoffizier gerade nach Bremen versetzt worden. Dort wagt Mutter Sibylle (Sabine Postel) zum Leidwesen ihrer vier Kinder den Wiedereinstieg in den Lehrerberuf ausgerechnet an dem Gymnasium, das ihre Sprößlinge besuchen.
Bei Pretests verlangten 75 Prozent der Versuchs-Zuschauer nach weiteren Folgen, verkündet das Presseheft stolz. Die zum Teil dürftigen Geschichten können nicht der Grund für diesen Wunsch gewesen sein. Glücklicherweise ziehen die ungemein gut aufgelegten Zuschauer alle Aufmerksamkeit auf sich. Die Besetzung ist bis in die Nebenrollen hervorragend. So gehören "Tatort"-Kommissar Palü alias Jochen Senf, Diana Körner und Karl Lieffen zum Lehrerkollegium. Warum allerdings einige Mitschüler der Schefer-Gören von Akteuren gespielt werden, die alt genug sind, um selbst im Lehrerzimmer zu sitzen, bleibt ein Rätsel.
Quelle: STERN - VORSCHAU TV 
                                               SK