Weihnachten mit Willy Wuff - 1994

Willy Wuff – das ist eine zottelige, knuddelige Pudel-Bobtailmischung. Aber Achtung! Willy kann es locker mit Rex oder Lassie aufnehmen. In puncto Spürnase und Pfiffigkeit steht er seinen „Kollegen“ in nichts nach. Und: Dieser Hund kann sogar sprechen - und hilft seinen Freunden immer wieder aus der Patsche. Das beweist der Vierbeiner mehr als eindrucksvoll in dem herrlichen Weihnachtsmärchen „Weihnachten mit Willy Wuff“ aus dem Jahre 1994. Das Drehbuch für diesen Film stammt aus der Feder des erfolgreichen Autoren-Duos Pea Fröhlich und Peter Märtesheimer, der bereits Scripts für berühmte Werke von Rainer Werner Faßbinder wie „Lola“ oder „Die Ehe der Maria Braun“ verfasst hat. Zudem kann er zwei Grimme-Preise und eine Goldene Kamera sein Eigen nennen.

Und diese erzählerische Qualität merkt man dem ursprünglich für das Fernsehen produzierten „Willy Wuff“ auch an. Er lief dort so erfolgreich, dass in den Folgejahren neue Episoden mit dem süßen Wauwau entstanden. Doch nicht nur die Story ist exzellent, sondern darüber hinaus hat Regisseurin Maria Theresia Wagner auch noch eine herausragende Riege an Darstellern verpflichtet: So etwa Ulrich Pleitgen als Papa Thomas, der in grandiosen TV-Serien wie „Nicht von schlechten Eltern“ oder „Familie Dr. Kleist“ Hauptrollen spielte und für seine Darstellung in „Stammheim- Der Prozess“ sogar einen Golden Bären gewann. Oder seine Frau Hilde, die hier von Gisela Schneeberger („Man spricht deutsch“, „Bin ich schön?“) verkörpert wird, die auch schon den Deutschen Fernsehpreis bekommen hat. Und nicht zu vergessen: Die tolle, sonore Stimme von Willy Wuff: Dafür zeichnet die Synchron-Legende Tommi Piper („Alf“, „Bonanza“) verantwortlich.

Kurz vor Weihnachten: Während der kleine Michael (Simon Glöcklhofer) mit seinen Eltern Thomas (Ulrich Pleitgen) und Hilde (Gisela Schneeberger) auf dem Weg zu einer abgelegenen Skihütte in den Bergen ist, muss Willy Wuff mal wieder Lebensretter spielen. Auf einer Autobahnraststätte entdeckt er zwei arme, ausgesetzte Welpen, denen er sich beherzt annimmt. Währenddessen ist auf der Hütte von weihnachtlicher Idylle und großer Festtagsstimmung zunächst wenig zu spüren. Ganz im Gegenteil: Denn neben seiner Noch-Ehefrau Hilde hat Thomas auch seine Zukünftige Geli (Gruschenka Stevens, „Mondscheintarif“, „Das Teufelsweib“) dabei. Da ist Stress vorprogrammiert und die ständigen Streitereien machen dem kleinen Michael sehr zu schaffen. Erst als er Willy Wuff, der sich auf abenteuerlichem Wege in einem mit Sambatänzern besetzten Bus bis in die Berge durchgeschlagen hat, kennen lernt, schöpft Michael neuen Mut. Er beginnt sich rührend um die beiden Welpen zu kümmern und freundet sich mit Willy an. Doch damit nicht genug: Der weise Willy weiß auch Rat, wie man die zankendenen Erwachsenen, wieder zur Räson bringen kann. Einem Happy-End an Weihnachten steht also dank Willy nichts mehr im Wege...
Quelle: Amazon