WILDE WELLEN - 2010/2011 - "Vierteiler (4x90 Min.)

In dem spannenden Vierteiler WILDE WELLEN, den Christiane Sadlo für das ZDF (4 x 90 min) schrieb, hat Ulrich Pleitgen 2010 die Rolle des MICHEL DUMONT übernommen.

Zum Geschehen:
MICHEL DUMONT betreibt ein kleines, weit über die Grenzen der Bretagne bekanntes Fischrestaurant an der Küste der Bretagne.
Ein dunkles Geheimnis in seiner Vergangenheit führte dazu, dass sich seine Frau von ihm trennte und er dadurch auch den Kontakt zu seiner Tochter Marie verlor. Als diese angeschossen wird, sucht er sie auf und versucht, wieder eine Beziehung aufzubauen. Doch die beiden werden von der Vergangenheit eingeholt, die sie aufarbeiten müssen, um das gegenseitige Vertrauen wieder herzustellen. Und MICHEL DUMONT wird irgendwann vor der Entscheidung seines Lebens stehen, ob er weiterhin an seiner Freundschaft zu Leon Patou festhalten will ...
 
WILDE WELLEN wurde Ende August bis Mitte Dezember 2010 in der Bretagne gedreht und wird im Jahr 2011 an vier aufeinander folgenden Sonntagen um 20 Uhr 15 im  ZDF ausgestrahlt. Sendetermin des Vierteilers: 25.08., 28.08., 01.09., 04.09. um 20.15 Uhr im ZDF

 

„Das Meer packt dich“
Ulrich Pleitgen ist verliebt! In die Bretagne. In die Franzosen. In das Meer. Seit dem vergangenen Jahr. Da hat der Uhlenhorster in Frankreichs bizarrester Landschaft den Krimivierteiler „Wilde Wellen“ gedreht. Das hat den 64-Jährigen verändert!

„Ich bin frankophil geworden“, erzählt Ulrich Pleitgen lächelnd. Entspannt sitzt er im schwarzen Bademantel vor einer großen Bücherwand auf seinem Sofa im Wohnzimmer und sinniert kaffeetrinkend: „Ich habe in jungen Jahren oft in Paris Theater gespielt. Wir wurden in Cafés als Nazis und Barbaren tituliert.“ Eine Einstellung, die Pleitgens Frankreichbild negativ geprägt hat. Nach den Dreharbeiten in der Bretagne hat es sich geändert.

Flirtfaktor 10
„Die Leute sind entzückend, man konnte mit jedem flirten, auch ohne Französisch sprechen zu können. Etwa mit der alten Käsefrau auf dem Markt. Und im Vergleich zu Deutschland gilt: leben und leben lassen. Die Franzosen nehmen sich auf eine wunderbare Art und Weise wahr, ohne sich die kalte Schulter zu zeigen.“ Auch werde jede noch so kleine Regenpause für einen Espresso draußen im Café genutzt „Savoîre vivre pur“. Und dann ist da ja noch die Landschaft.

Vor allem das Meer. „Es schlägt dermaßen wild und rau an die bizarren Küsten, dass es einem die Sprache verschlägt. Im Norden habe ich mich um zweitausend Jahre zurückversetzt gefühlt." Der perfekte Ort für einen Film, der laut Pleitgen wie ein triviales Drama von Shakespeare aufgebaut ist. „Zwar auf einem anderen Niveau, aber wie bei ihm prallen Schicksale in archaischen Geschichten aufeinander. Sie sind voll von Lügen, Macht, Neid und natürlich Liebe.“

Lügenmärchen
Alles beginnt mit einem Schusswechsel in Paris. Eine junge Polizistin (Henriette Richter-Röhl) überlebt nur knapp. Sie will sich in ihrer Heimat, der Bretagne, erholen. Dort helfen ihr alte und neue Bekannte sowie ihr Vater (Ulrich Pleitgen) – ein Ex-Kapitän, der ein Restaurant führt – wieder ins Leben zurückzufinden. Schnell merkt sie, dass etwas nicht stimmt: Ein Geheimnis zwingt alle Beteiligten zum Lügen. Auch den Vater! „Die Finsternis der Figur hat mich gereizt. Ein anständiger Mann gerät auf die schiefe Bahn und beginnt zu
lügen. Eine Lüge zieht die nächste nach sich. Das kennt jeder." Rollen wie diese wünsche er sich, denn sie seien interessanter als die des absoluten Bösewichts.

Pleitgens Reisetipps
„Die Bretagne ist eine perfekte Urlaubsregion. Es gibt alles, was das Herz begehrt – von der Natur bis zur Kultur. Mit sehr vielen Gebäuden ab dem 12. Jahrhundert und Museen. Und erst das Essen – die Crêpes und Galettes sind genial. Die besten Meeresfrüchte gibt es übrigens in der „Brasserie Armoricaine“ in St. Malo! Meine Top 3 Lieblingsplätze sind die
Altstadt von Quimper, natürlicn das Pointe du Raz mit seinen schroffen Klippen und das wunderbare Schloss Josselin.
Quelle: Kai Wehl Alstermagazin

Interview im Alstermagazin:
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