Henning Mankell - Wallanders erster Fall

WALLANDERS ERSTER FALL. Henning Mankell. Hörbuch, gekürzte Lesung von Ulrich Pleitgen, Laufzeit 236 Minuten, 3 CD (23,9o Euro), Hörbuch Hamburg.
Als Wallander seinen ersten Fall löst, ist er Anfang Zwanzig, ein junger Polizist in Malmö und bis über beide Ohren in Mona verliebt. In einer Zeit, da die Polizei mit Schlagstöcken gegen Demonstranten vorgeht, wird seine Berufswahl nicht nur von seinem Vater kritisiert.
Da findet er eines Abends seinen Nachbarn Halen erschossen auf dem Küchenboden. Die Kriminalpolizei tippt auf Selbstmord, doch Wallander zweifelt an dieser Erklärung, umso mehr, als Halens Wohnung in Flammen aufgeht und man wenig später auf eine weitere Leiche stößt.
Am Ende dieser Ermittlung hat Wallander eine Menge Fehler gemacht und leichtsinnig sein Leben riskiert, doch sein außerordentliches kriminalistisches Talent gilt als erwiesen.

DER JUNGE WALLANDER IST SCHON GANZ DER ALTE
Ulrich Pleitgen liest Henning Mankell

Kurt Wallander ist im Frühjahr 1969 21 Jahre alt und Streifenpolizist in Malmö. Gegen Anti-Vietnam-Demonstranten vorzugehen und Uniform zu tragen, passt ihm nicht. Er hat sich bei der Kripo beworben. Unverhofft bietet sich ihm schon vorher die Möglichkeit, in einem Kriminalfall zu ermitteln: Sein Nachbar, ein alter Seemann, liegt erschossen in der Wohnung. Es sieht nach Selbstmord aus. Aber einige Details passen nicht ins Bild. Wallander bleibt dran und recherchiert gegen den Befehl des leitenden Kommissars auf eigene Faust. So zieht er sich den fast tödlichen Messerstich zu, der ihn in späteren Jahren in Ystad immer wieder beschäftigen wird.
"Wallanders erster Fall" ist eine von fünf Erzählungen, die Henning Mankell 1999 schrieb, um seiner erfolgreichen Hauptfigur eine Vorgeschichte zu geben. Aber wirklich viel Neues erfahren wir daraus nicht. Wallander ist schon als junger Mann ein eigenbrötlerischer Melancholiker, der sich mit seinem Vater herumärgert und Probleme mit seiner Freundin Mona (der späteren Frau und noch später geschiedenen Frau) hat, weil er ständig Verabredungen verpasst.
Aber man mag diesen Wallander, die Ermittlungen sind logisch und spannend, und Ulrich Pleitgen ist ein geradezu idealer Vorleser.
Quelle: WESTFALENPOST

Henning Mankell WALLANDERS ERSTER FALL
Gekürzte Lesung von Ulrich Pleitgen

Es ist Kurt Wallanders erster Fall als junger Kriminalassistent, und er stellt ihn sogleich vor ein Rätsel: Sein Nachbar Halen liegt erschossen auf dem Küchenboden. Alles deutet zunächst auf Selbstmord hin, doch Wallander zweifelt an dieser Erklärung; vor allem, nachdem Halens Wohnung in Flammen aufgeht und einige Zeit später eine weitere Leiche entdeckt wird. Am Ende der Ermittlungen hat Wallander viele Fehler gemacht und sein eigenes Leben riskiert. Aber er hat auch sein besonderes kriminalistisches Talent unter Beweis gestellt.
Henning Mankells "Wallanders erster Fall" ist der Letzte in der Serie der Wallander-Romane und sollte eigentlich gar nicht mehr entstehen. Aber viele Leser wollten nach acht Folgen über den Polizisten aus Malmö etwas über dessen Vergangenheit und Anfänge als Kommissar wissen. So entschied sich der schwedische Autor seine erfolgreiche Krimi-Serie um diesen neunten und abschließenden Teil zu komplettieren. Im Jahr 2oo2 erschien der Roman im Paul Zsolnay Verlag. Unverkennbar ein Mankell und doch in mancher Hinsicht nicht überzeugend: Es fehlt die charakterliche Weiterentwicklung Wallanders, es fehlt das Neue, das Überraschende. Mankell hat lediglich einen Aufguss seines erfolgreichen Konzepts gemacht. Nicht mehr, aber auch nicht weniger. Innovativ ist das nicht, aber auch der beste Schreiber ist nicht davor gefeit, irgendwann zu "automatisieren" und munter seine bisherige Erfolgsgeschichte zu kopieren. Überzeugte Fans wird das weniger stören.
 
Und genau ihnen sei auch der neue Herbsttitel aus dem Hörbuch Hamburg Verlag ans Herz gelegt: "Wallanders erster Fall" liegt in einer äußerst gelungenen Lesung von Ulrich Pleitgen vor. Mit ebenso sonorer wie wandlungsfähiger Stimme schafft es Pleitgen, die unterschiedlichen Charaktere nuancenreich darzustellen. Ob der leise und langsam sprechende Wallander, sein autoritär auftretender Vater oder der umgangssprachlich und akzentsprechende Ex-Matrose Jespersen aus Kopenhagen - Pleitgens Interpretation überzeugt und trifft jeweils den passenden authentisch wirkenden Ton von Mankells Figuren. Mal temporeich und aufgeregt erzählt, mal leise und langsam, aber nie übertrieben - ja, man folgt Pleitgen wirklich gern durch den Roman.
Quelle: www.buchkritik.at/kritik.asp?IDX=3537

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Hörbuch Hamburg ISBN: 3899o32136 € 23,9o

ALS WALLANDER JUNG WAR
Kurt Wallander ist 22 Jahre alt und genervt von den Einsätzen bei Demonstrationen. Er will zur Kripo! Da trifft es sich gut, dass ausgerechnet in seinem Haus ein Mord geschieht. Wallanders erster Fall - und die Probleme späterer Jahre zeichnen sich schon ab: Freundin Mona zickt, weil ihr Freund auf Mördersuche ist und nie Verabredungen einhält. Henning Mankell hat seinem Helden einen spannenden Karrierebeginn geschrieben und Ulrich Pleitgen leiht Wallander seine melancholische Stimme PRIMA GESCHENK FÜR: Wallander-Fans natürlich. Ein Muss.
Quelle: HAMBURGER MORGENPOST

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