Trauerland - Zentrum für trauernde Kinder und Jugendliche e. V.
Doventorscontrescarpe 172 D
28195 Bremen
Tel.: 0421 - 343 668
Mobil: 0177 - 49 44 430
Fax: 0421 - 303 93 34
r.baur@trauerland.org 
http://www.trauerland.org 

Spendenkonten:
Sparkasse Bremen
Kto.-Nr: 171 999 77
BLZ: 290 501 01

Oldenburgische Landesbank AG
Kto.-Nr: 224 614 6100
BLZ: 280 200 50 

Landessparkasse zu Oldenburg
Kto.-Nr: 163 86 83
BLZ: 280 501 00

Ulrich Pleitgen - Trauerland-Botschafter seit Juni 2006

„Trauernde Kinder brauchen Hilfe“
„Meine Frau hat mit 14 Jahren ihren Vater verloren. Sie war mit ihrem Schmerz allein und hat versucht, ihre Trauer zu verstecken. Wenn sie spielte‘, sie sei lustig, um ihre Mutter nicht zu belasten, handelte sie sich den Vorwurf ein, sie trauere nicht. Und Trauer und Ängste habe ich in meiner Kindheit natürlich auch erlebt.
Wie die meisten Kinder in meinem Umfeld, habe ich darüber nicht gesprochen. Heute weiß ich, dass Kinder ganz anders trauern als ‚Große‘. Kinder vergessen zum Beispiel für kurze Zeit ihre Trauer, scheinen unbelastet und fröhlich zu sein, was bei Erwachsenen Irritationen auslöst. Kinder brauchen kompetente Hilfe, wenn ein geliebter Mensch gestorben ist – so wie Trauerland sie anbietet.
Trotz der vielen ehrenamtlichen und wenigen hauptamtlichen Mitarbeiter kostet das viel Geld. Und ich helfe dabei, Öffentlichkeit für den Verein herzustellen und so Herzen und Geldbeutel der Menschen zu öffnen, damit sie begreifen, dass Trauerland auf finanzielle Hilfe angewiesen ist. Es ist eine kleine Organisation, die wichtige Arbeit leistet.“

Zur Person:
Ulrich Pleitgen, geboren 1946 in Hannover, ist gelernter Theaterschauspieler. Nach seiner Ausbildung hat er unter anderen am Thalia Theater in Hamburg gearbeitet. Ab 1989 konzentrierte Pleitgen sich auf Fernsehserien, Kino- und Fernsehfilme. Dem TV-Publikum ist er vor allem aus den Serien „Familie Dr. Kleist“, „K3 – Kripo Hamburg“ und „Nicht von schlechten Eltern“ bekannt.
Außerdem arbeitet Pleitgen als Sprecher für Hörbücher und veranstaltet Lesungen. Er lebt
zusammen mit seiner Frau Ann-Monika in Hamburg.

Ulrich Pleitgen

ULRICH PLEITGEN und Ehefrau ANN-MONIKA mit Kollegin SABINE POSTEL bei "TRAUERLAND"

"Familie Dr. Kleist" ist eine der erfolgreichsten TV-Serien in der Geschichte des Deutschen Fernsehens. Bis August 2006 wird sie auch weiterhin die Zuschauer vor das Fernsehgerät ziehen und einen Löwenanteil daran hat sicherlich auch Ulrich Pleitgen, der die Rolle des "Apothekers Johannes Kleist" spielt. So ganz "nebenbei" spricht Ulrich Pleitgen auch noch Hörbücher ein (im Juni "Visionen" erschienen, wo er mit anderen Prominenten Edgar Allan Poe liest) und die wenige verbleibende Freizeit opfert er sozialem Engagement: Seit diesem Jahr ist der Schauspieler Botschafter des "Zentrums für trauernde Kinder" in Bremen.

"Die Familie bietet in unsicheren Zeiten Rückhalt", erklärt Ulrich Pleitgen den Erfolg von "Dr.Kleist". "Das ist das Geheimnis des Serienerfolges. In der augenblicklich desorientierten Welt besinnen sich die Menschen darauf, dass ihnen nur die Familie Kraft und Stärke gibt, wenn ein soziales Miteinander entsteht und man sich gegenseitig stützt. Auch bei "Dr.Kleist" ist die Welt nicht "heil". Da geschehen Dinge, die auch in jeder anderen Familie auftreten: Tod, Krankheit, Auseinandersetzung, nur im Fernsehen findet man dafür meist eine positive Lösung. In der wirklichen Welt sieht das leider etwas anders aus!"

Ein Grund dafür, dass sich der Schauspieler in seiner privaten Zeit für das "Zentrum für trauernde Kinder" einsetzt. Eigentlich betreibt er sein soziales Engagement lieber "hinter den Kulissen", spendet ohne große Worte und möchte sich keinesfalls mit dem Schicksal von Menschen "schmücken". Doch in diesem Fall geht er ausnahmsweise mal mit Kollegin Sabine Postel und Theaterregisseur Dirk Böhling den Schritt "nach vorne" und möchte unter dem Motto "Prominente helfen trauernden Kindern" die Öffentlichkeit aufmerksam machen und um Spenden bitten. Worum geht es dabei?

"Um die Kinder, denen in der wirklichen Welt die Familie durch den Verlust von Vater, Mutter oder Geschwisterkind zerrissen wurde", erklärt Ulrich Pleitgen. "Das Zentrum für trauende Kinder in Bremen betreut zur Zeit rund 80 Kinder und Jugendliche, die einen nahe stehenden Menschen durch Tod verloren haben. Ihnen bietet dieser gemeinnützige Verein mit Pädagogen und Psychologen einen geschützten Raum für ihren individuellen Trauerweg."

Das Zentrum für trauernde Kinder erreichen Sie unter www.trauernde-kinder.de  Tel.: 0421 -343 668 Fax: - 3039334

Infos über die Arbeit finden Sie unter den folgenden PDFs zum Download:
Wen betreut das Zentrum für trauernde Kinder?
Wie arbeitet das Zentrum für trauernde Kinder?

Wer sind die prominenten Botschafter?

Kinder trauern anders als Erwachsene. Sie springen in ihre Trauer hinein und heraus. Manchmal schweigen sie oder verlieren sich regelrecht in ihr. Dann plötzlich scheint die Trauer vergessen zu sein und sie stürzen sich in irgendeine Aufgabe. Kinder drücken ihre Trauer nicht in Worten und Weinen aus, sondern in Bildern oder im Spiel. Sie müssen ihre Trauer zeigen können, sonst werden sie aggressiv oder verschließen sich. Die Folgen können psychosomatische Beschwerden sein. Oft gibt es für sie keinen Platz, Trauer auf ihre Art zu erleben und auszudrücken. Viele Kinder leugnen sogar nach dem Tod eines Familienmitgliedes die Trauergefühle. Sie wollen die andern Hinterbliebenen nicht belasten. Sie übernehmen Aufgaben, die sie in ihrem Alter noch gar nicht bewältigen können.

"Und genau dort setzt der Verein an", meint Ulrich Pleitgen. "Kinder sind das Wichtigste, das wir in dieser Gesellschaft haben. Wenn sie Vater oder Mutter verlieren, wissen sie gar nicht mehr, wo oben oder unten ist."

Ulrich Pleitgen liebt Kinder. Sohn Illja machte ihn zum "stolzen Opa", Enkelkind Jan ist jetzt zwei Jahre alt und Ulrich Pleitgen berichtet voller Freude, wie er mit seinem Enkelsohn, bei dessen Besuchen im Ferienhäuschen in der Heide, sprechen übt.

"Kürzlich haben wir Pizza gegessen und sind danach zu einem Vogelnest gegangen und haben die Vögel beim Füttern beobachtet", berichtet er. "Als Jan das sah, zeigte er auf die Vogeleltern und sagte: "Pizza essen?". Oder er entdeckte die kaputte Wand im Keller, an der der Putz bröckelte und meinte: "Wand hat Aua!". Wir schreiben das alles auf! So gesehen habe ich eine gewisse Erfahrung im Umgang mit Kindern".

Daher  wurde Ulrich Pleitgen beim Fußballspielen in der Bremer Fußballwelt "In Toor" auch sofort von den Kids akzeptiert. Dort nämlich lernte der Schauspieler erstmalig seine trauernden Kinder kennen und verbrachte einen schönen Nachmittag mit ihnen.

"Das Zentrum für trauernde Kinder sucht jedes Jahr einen neuen prominenten Schirmherrn", berichtet er. "Natürlich bleiben die "alten Botschafter" auch mit im Boot! Letztes Jahr hat meine liebe Freundin und Kollegin Sabine Postel die Schirmherrschaft übernommen und sie nun offiziell, bei dieser Veranstaltung für die Kinder,  an mich übergeben. Sabine und ich kennen uns schon seit 14 Jahren, seit wir gemeinsam das Paar in "Nicht von schlechten Eltern" gespielt haben, wofür wir auch einen "Bambi" bekamen. Wir haben immer freundschaftlichen, intensiven Kontakt gehalten und ich habe natürlich die Tragödie mitbekommen, als Sabines Mann starb. Auch ihr Sohn war völlig verschlossen und aufgrund ihres Schicksals nahm sie Kontakt zum Zentrum für trauernde Kinder auf. Als sie mich jetzt um ihre Nachfolge bat, habe ich sofort zugestimmt!"

Ulrich Pleitgen kennt sich ebenso mit Trauerarbeit beim Verlust eines Elternteiles aus. Wenn auch er diese Erfahrung als Kind nicht selbst machen musste, seine Ehefrau Ann-Monika war 12 Jahre alt, als ihr Vater schwer erkrankte und er starb, als sie 14 war.

"Diese zwei Jahre der Krankheit habe ich noch heute vor Augen", erinnert sich Ann-Monika Pleitgen. "Das war eine unheimlich schwere Last für mich. Als ich dann mit 14 am Telefon erfuhr, dass mein Vater gestorben ist, brach das normale Leben endgültig für mich zusammen. Noch heute zucke ich, wenn das Telefon klingelt. Ich hatte damals nie die Möglichkeit, über die Trauer zu sprechen, die Wunde zu heilen und den Schmerz zu bearbeiten. Wenn ich darüber reden wollte, war niemand da und ich wusste irgendwie gar nicht mehr, wie ich mich verhalten sollte. Wenn ich gelacht habe, bekam ich den Vorwurf, dass ich nicht genug trauern würde. Wenn ich getrauert habe, dann habe ich die anderen zusätzlich belastet. Erst als ich mit Ulrich 1975 zusammen war, habe ich über den Tod meines Vaters geredet. Er war derjenige, der ein offenes Ohr hatte, der voller Liebe zugehört hat und mit dem ich den Verlust des Vaters Jahre später verarbeitete."

Das ist die andere Seite des Schauspielers Ulrich Pleitgen: Viele Zuschauer kennen ihn als "coolen, introvertierten Kommissar" aus "K3 - Kripo Hamburg" (nächster Sendetermin 16.Juli 06) und viele Menschen wissen, dass er auch privat kein Blatt vor den Mund nimmt. Wer ihn beschreiben will, wird das am besten mit den Worten "authentisch", "direkt" und "sensibel" machen können. Ein "Raubein mit viel Herz", dem der Kummer und die Belange von anderen Menschen nicht egal sind:

"Deshalb möchte ich Sie bitten, ein kleinen Betrag für die trauernden Kinder zu spenden", sagt Ulrich Pleitgen. "Wir müssen nicht nur in andere Länder schauen, auch hier gibt es genug Kinder, die unsere Hilfe benötigen. Und Kinder sind unsere Zukunft!"

Christian Pantel

SPENDENKONTO:
Sparkasse Bremen
Kto. 171 999 77
BLZ 290 501 01

www.trauernde-kinder.de

 

Das Zentrum für trauernde Kinder erreichen Sie unter www.trauernde-kinder.de  Tel.: 0421 -343 668 Fax: - 3039334

Infos über die Arbeit finden Sie unter den folgenden PDFs zum Download:
Wen betreut das Zentrum für trauernde Kinder?
Wie arbeitet das Zentrum für trauernde Kinder?

Wer sind die prominenten Botschafter?
Ulrich Pleitgen

Initiative STOLPERSTEINE

Ulrich Pleitgen setzt sich finanziell und öffentlich für die Initiative STOLPERSTEINE ein. Weitere Infos unter: www.stolpersteine.com

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