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Trauerland - Zentrum für trauernde Kinder und Jugendliche e. V. Ulrich Pleitgen - Trauerland-Botschafter seit Juni 2006„Trauernde Kinder brauchen Hilfe“ ULRICH PLEITGEN und Ehefrau ANN-MONIKA mit Kollegin SABINE POSTEL bei "TRAUERLAND""Familie Dr. Kleist" ist eine der erfolgreichsten TV-Serien in der Geschichte des Deutschen Fernsehens. Bis August 2006 wird sie auch weiterhin die Zuschauer vor das Fernsehgerät ziehen und einen Löwenanteil daran hat sicherlich auch Ulrich Pleitgen, der die Rolle des "Apothekers Johannes Kleist" spielt. So ganz "nebenbei" spricht Ulrich Pleitgen auch noch Hörbücher ein (im Juni "Visionen" erschienen, wo er mit anderen Prominenten Edgar Allan Poe liest) und die wenige verbleibende Freizeit opfert er sozialem Engagement: Seit diesem Jahr ist der Schauspieler Botschafter des "Zentrums für trauernde Kinder" in Bremen. "Die Familie bietet in unsicheren Zeiten Rückhalt", erklärt Ulrich Pleitgen den Erfolg von "Dr.Kleist". "Das ist das Geheimnis des Serienerfolges. In der augenblicklich desorientierten Welt besinnen sich die Menschen darauf, dass ihnen nur die Familie Kraft und Stärke gibt, wenn ein soziales Miteinander entsteht und man sich gegenseitig stützt. Auch bei "Dr.Kleist" ist die Welt nicht "heil". Da geschehen Dinge, die auch in jeder anderen Familie auftreten: Tod, Krankheit, Auseinandersetzung, nur im Fernsehen findet man dafür meist eine positive Lösung. In der wirklichen Welt sieht das leider etwas anders aus!"
"Um die Kinder, denen in der wirklichen Welt die Familie durch den Verlust von Vater, Mutter oder Geschwisterkind zerrissen wurde", erklärt Ulrich Pleitgen. "Das Zentrum für trauende Kinder in Bremen betreut zur Zeit rund 80 Kinder und Jugendliche, die einen nahe stehenden Menschen durch Tod verloren haben. Ihnen bietet dieser gemeinnützige Verein mit Pädagogen und Psychologen einen geschützten Raum für ihren individuellen Trauerweg."
Kinder trauern anders als Erwachsene. Sie springen in ihre Trauer hinein und heraus. Manchmal schweigen sie oder verlieren sich regelrecht in ihr. Dann plötzlich scheint die Trauer vergessen zu sein und sie stürzen sich in irgendeine Aufgabe. Kinder drücken ihre Trauer nicht in Worten und Weinen aus, sondern in Bildern oder im Spiel. Sie müssen ihre Trauer zeigen können, sonst werden sie aggressiv oder verschließen sich. Die Folgen können psychosomatische Beschwerden sein. Oft gibt es für sie keinen Platz, Trauer auf ihre Art zu erleben und auszudrücken. Viele Kinder leugnen sogar nach dem Tod eines Familienmitgliedes die Trauergefühle. Sie wollen die andern Hinterbliebenen nicht belasten. Sie übernehmen Aufgaben, die sie in ihrem Alter noch gar nicht bewältigen können.
Ulrich Pleitgen liebt Kinder. Sohn Illja machte ihn zum "stolzen Opa", Enkelkind Jan ist jetzt zwei Jahre alt und Ulrich Pleitgen berichtet voller Freude, wie er mit seinem Enkelsohn, bei dessen Besuchen im Ferienhäuschen in der Heide, sprechen übt. "Kürzlich haben wir Pizza gegessen und sind danach zu einem Vogelnest gegangen und haben die Vögel beim Füttern beobachtet", berichtet er. "Als Jan das sah, zeigte er auf die Vogeleltern und sagte: "Pizza essen?". Oder er entdeckte die kaputte Wand im Keller, an der der Putz bröckelte und meinte: "Wand hat Aua!". Wir schreiben das alles auf! So gesehen habe ich eine gewisse Erfahrung im Umgang mit Kindern". Daher wurde Ulrich Pleitgen beim Fußballspielen in der Bremer Fußballwelt "In Toor" auch sofort von den Kids akzeptiert. Dort nämlich lernte der Schauspieler erstmalig seine trauernden Kinder kennen und verbrachte einen schönen Nachmittag mit ihnen.
Ulrich Pleitgen kennt sich ebenso mit Trauerarbeit beim Verlust eines Elternteiles aus. Wenn auch er diese Erfahrung als Kind nicht selbst machen musste, seine Ehefrau Ann-Monika war 12 Jahre alt, als ihr Vater schwer erkrankte und er starb, als sie 14 war.
Das ist die andere Seite des Schauspielers Ulrich Pleitgen: Viele Zuschauer kennen ihn als "coolen, introvertierten Kommissar" aus "K3 - Kripo Hamburg" (nächster Sendetermin 16.Juli 06) und viele Menschen wissen, dass er auch privat kein Blatt vor den Mund nimmt. Wer ihn beschreiben will, wird das am besten mit den Worten "authentisch", "direkt" und "sensibel" machen können. Ein "Raubein mit viel Herz", dem der Kummer und die Belange von anderen Menschen nicht egal sind: "Deshalb möchte ich Sie bitten, ein kleinen Betrag für die trauernden Kinder zu spenden", sagt Ulrich Pleitgen. "Wir müssen nicht nur in andere Länder schauen, auch hier gibt es genug Kinder, die unsere Hilfe benötigen. Und Kinder sind unsere Zukunft!" Christian Pantel SPENDENKONTO:
Initiative STOLPERSTEINEUlrich Pleitgen setzt sich finanziell und öffentlich für die Initiative STOLPERSTEINE ein. Weitere Infos unter: www.stolpersteine.com
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