Ulrich Pleitgen bereitet sich in seinem Sommerhaus in der Heide auf seine Fernsehfilme, Hörbücher und Lesungen vor.

Im Landglück

Tief atmet Ulrich Pleitgen die laue Frühlingsluft ein und blickt dabei über den riesigen Garten, den er und seine Frau Ann-Monika seit 1997 ihr eigen nennen. Weit draußen vor den Toren Hamburgs, inmitten einer Wald- und Heidelandschaft, hat sich das Ehepaar einen Traum erfüllt und ein wunderschönes Reetdachhaus auf einem traumhaften Grundstück erworben. Fast ein Jahr lang wurde gewerkelt und...>>

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Wenn Ulrich Pleitgen in seiner Hamburger Wohnung ist, lernt er seine Rollen an der Außenalster.

Der Schauspieler Ulrich Pleitgen erarbeitet sich seine Rollen unter freiem Himmel. Stets die Nase im Drehbuch, ist er für Touristen eine wandelnde Sehenswürdigkeit.
"Mensch Heinz, guck mal, da draußen. Der mit dem großen schwarzen Buch, ist das nicht der ...der ...na, sag doch mal, Heinz, der aus dem Fernsehen!"
Unruhe macht sich breit unter den Fahrgästen im...>>

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Mein Hamburg - Ulrich Pleitgen

Was Hamburg angeht, bin ich nicht objektiv, weil ich hoffnungslos in Stadt und Leute verliebt bin. Die Hamburger sind selbstbewusst, wahrscheinlich durch ihre Freie und Hansestädtische Geschichte: Hier haben nie Fürsten residiert. Die auffällige Freundlichkeit hängt wohl mit der langen Übung im Handel zusammen, wo man potenzielle Kunden mit Höflichkeit und Zurückhaltung überzeugen muss.
Sturheit, die Norddeutschen nachgesagt wird, finde ich kaum. Sie sind auf angenehme Weise melancholisch, wenn es grau und düster ist. Bei Sonnenschein übertreffen sie an Mitteilungsbedürfnis und Lebendigkeit die heißesten Südländer.
Hamburg ist eine wache Stadt. Die Hanseaten haben Lust an schneller Bewegung. Sie hetzen durch die Straßen, aber sie sind nicht abgehetzt. Sie sind einfach aktiver als anderswo. Wenn man aus der Elbe raussegelt, ist man irgendwann in Kanada - auf ein und demselben Wasser! Ein wunderbarer Gedanke! Dieses Bewusstsein sorgt für frische Luft im Kopf. Unter diesen Menschen hier, die alle in irgendwelchen Schiffchen rumfahren und Sehnsucht nach der Nordsee haben, ist eine Menge Abenteuerlust.
Und dann die Alster! Wo sonst gibt es einen so zauberhaften See mitten in der Stadt? Die Alster ist mein Büro, der vertraute Ort, den ich aufsuche, um Texte zu lernen, die Jahreszeiten zu beobachten und mit Menschen über die Dinge des Lebens zu reden und über Hunde.
Hamburg ist die erste Stadt, nach der ich Heimweh habe. Ich atme tief durch, wenn ich über die Elbbrücken wieder zurückkomme.
Und dann das Drumrum: das Meer, die Heide, Schleswig - Holstein, das Wendland, das Alte Land und natürlich die Inseln. Und überall plattes Land und weite Sicht.
Quelle: Hamburger Morgenpost

Eine Liebeserklärung von Christian Meier MIT ZITATEN HAMBURGER PERSÖNLICHKEITEN

FREIHAFEN

Am 15. 10. 1888 schloss sich Hamburg mit Ausnahme des Freihafens dem Reichszollgebiet an. Deshalb gilt dieser Tag als Geburtstag des Freihafens. Mit einer Größe von heute 14.600.000 Quadratmetern nimmt er rund ein Fünftel des gesamten Hafengebietes ein. 550 Unternehmen sind hier angesiedelt. Die traditionsreiche Speicherstadt im Freihafen soll bis zum Jahr 2030 zu einem völlig neuen Stadtviertel mit mehreren tausend Wohnungen, Geschäften und Büros umgebaut werden.
 
"DIE DÜFTE DER SPEICHERSTADT SIND UNVERGLEICHLICH: MUSKAT, KARDAMOM, ZIMT, KAFFEE, ERINNERUNG AN KINDHEIT UND REISEN IN FERNE LÄNDER."
Ulrich Pleitgen, Schauspieler
 

ULRICH PLEITGEN - DIE ALSTER IST SEIN BÜRO

Ein Mann geht am Alsterufer seinen Weg. Vielleicht ist er Ihnen auch schon aufgefallen. Immer in ein großes aufgeschlagenes Buch blickend, manchmal laut vor sich hin redend, in seine jeweilige Rolle vertieft. Die Sorge, er könne dabei mal gegen einen Laternenpfahl laufen oder über eine längere Hundeleine stolpern, ist durchaus berechtigt.
Seit 1985 lebt der in Hannover geborene Schauspieler Ulrich Pleitgen im Stadtteil Uhlenhorst. Ob es regnet oder die Sonne vom Himmel brennt, es schneit oder stürmt, bei jedem Wind und Wetter geht der aus vielen Fernsehfilmen bekannte Pleitgen um die Außenalster. Immer das Drehbuch vor der Nase. Er selbst bezeichnet sich als "Allwettermann" und die Alster als "sein Büro". Klar, dass er zu Hause keinen Schreibtisch stehen hat. Wenn er nicht zu Dreharbeiten auf Reisen ist - das sind mindestens drei Monate im Jahr - marschiert dieses 1,84 Meter große Bild von einem Mann täglich vier bis fünf Stunden um die Außenalster.
Die seit 22 Jahren zurückgelegte Strecke an den 120 Tagen im Jahr ist rekordverdächtig: 700 Kilometer! Seine Rollen, die er sich in dieser Zeit sozusagen im Vorübergehen in den Kopf "gehämmert" hat, sind kaum zu zählen: Bekannt ist er den Fernsehzuschauern aus Serien wie "Haus am See" und natürlich seit 39 Folgen aus dem Dauerbrenner "Nicht von schlechten Eltern", wo er den Kapitän und den Vater der Familie spielt. Dabei wird allzu leicht vergessen, dass er 20 Jahre Theater gespielt hat und durch Hauptrollen in großen 90-Minuten-TV-Filmen beweist, nicht auf einen Typen festgelegt zu sein. Zuletzt war er an der Seite von Senta Berger in "Mit fünfzig küssen Männer anders" im ZDF zu sehen.
Privat küsst Ulrich Pleitgen natürlich nur eine: seine Frau Ann-Monika. Sie begleitet ihren Mann nicht auf seinen Alsterrunden, um ihn nicht beim Rollenstudium zu stören. Als seine Managerin und Beraterin hält sie zu Hause die Stellung und ist in wichtigen Fragen per Handy mit ihrem Uli in Kontakt.
Ulrich Pleitgen liebt während seiner Drehbuchrunden nicht nur seine Verbundenheit mit der Natur wie zum Beispiel den Wechsel der Jahreszeiten, sondern vor allen Dingen die Begegnungen mit den Menschen, die ihn auf Grund seines Bekanntheitsgrades ansprechen. "Es sind häufig wildfremde Menschen, die sich mir anvertrauen und aus ihrem Leben erzählen", so Pleitgen. "Das ist voller Sympathie. Das empfinde ich als großes Kompliment. Da geht es häufig um kleine und große menschliche Probleme." 
An seinem "größten Schreibtisch der Welt" , der Außenalster, ist er wie die Schwäne oder die Alsterdampfer inzwischen zu einer Institution geworden. So passiert es nicht selten, dass so manche Touristen in den Stadtrundfahrtbussen ihn als wandelnde Sehenswürdigkeit erkennen, aus den Bussen springen und ihn im leichten Dauerlauf verfolgen, um ein Autogramm zu ergattern.
Quelle: HAMBURGER ABENDBLATT
           Günter Fink

Das Kind von Ann-Monika Pleitgens Sohn Ilja aus ihrer ersten Ehe verbringt die Wochenenden so oft wie möglich mit Ulrich und Ann-Monika. Der Junge, das Foto ist vom Dezember 2oo5, heißt Jan Folker Bohnet und wird heiß geliebt von der gesamten großen Familie. (Foto Ann-Monika Pleitgen)
Ein gutes Jahr 2oo7 wünschen Ilja und Jan Bohnet. Foto: Doris Bohnet 2006.
Doris und Jan Bohnet. Foto: Ann-Monika Pleitgen/ 2007.

Ulrich und Ann - Monika in ihrer Hamburger Wohnung

 
Kristina Melms bei der Arbeit
und Jan beim Spiel.




Im Februar 2007 malte Kristina Melms in kraftvollen Farben ein Bild auf den Dielenschrank aus Ann - Monikas Kinderzeit.

Ulrich Pleitgen in Botswana/ Afrika. Foto: Ann - Monika Pleitgen/ 2002

Ulrichs Begegnung mit einem Elefanten.....

...ziert heute die profane Vorderseite eines Schranks im Arbeitszimmer.

Kristina Melms und ihre Mutter Renee haben ihre große Begabung zweifellos von dem berühmten Lübecker Maler und bekennenden Kunstfälscher Lothar Malskat geerbt., der zu ihren Vorfahren zählt.
Hier für Interessierte die Email - Adresse von Kristina: K.melms@remove-this.gmx.de

Foto: Ann-Monika Pleitgen/ 2oo7

Auch das Bad malten Renee und Christina aus. Hier ein kleiner Ausschnitt:

FRAGEN von Günter Fink an Ulrich Pleitgen.

1. Welchen Einrichtungs-Stil bevorzugst Du?
Altes mit Neuem mischen.

2. Hast Du die Wohnung mit eingerichtet, oder überläßt Du das alles Deiner Frau?
Meine Frau ist die Haupteinrichterin. Ich rege mit an und genieße.

3. Gab´ s zu diesem oder jenem Einrichtungsgegenstand auch mal "Streit", wenn es um ein bestimmtes Stück Möbel ging ? 
Nein, ich war immer freudig überrascht von jedem Detail.

4. Worauf legst Du am meisten Wert bei der Einrichtung Deines Zuhauses?
Die "Einrichtung" muss langsam wachsen wie ein Baum. Schöne Dinge werden addiert zu einer Einheit.

5. In welchem Raum fühlst Du Dich am wohlsten?
In unserer sogenannten "Bibliothek".
Warum?
Jeder lesende Mensch weiß sofort, warum.

6. Welches ist Dein Lieblingsmöbelstück?
Meine Elefantencouch, auf der ich meinen Stammplatz habe.
Warum? Gibt es dazu eine Geschichte?
Sie hat die Farbe und die Gemütlichkeit von Elefanten.
 
7. Hast Du so etwas wie eine Lieblingsfarbe?
Ja, taubenblau.
Warum?
Weiß ich nicht.

8. Was bedeutet für Dich der Begriff Lifestyle?
Mit diesem Begriff kann ich nichts anfangen.
 
9. Bist Du ein Sammler? Sammelst Du irgendetwas?
Nein.
 
1o. Was ist die teuerste Extravaganz in Deiner Wohnung?
Ein Kachelofen aus dem Jahr 178o.
 
11. Wo kaufst Du Deine Möbel? Beim Antiquitätenhändler? Im Ausland?
Die Biedermeiermöbel sind nach und nach, Stück für Stück, in Berliner und in Hamburger Antiquitätengeschäften zusammengekauft worden, die modernen Möbelstücke fast alle in 
Hamburg.
 
12. Bist Du ein großer Handwerker?
Nein.
 
13. Machst Du viel selbst in der Wohnung?
Nein.
 
14. Hast Du in der Wohnung irgendetwas selbst gebaut, worauf Du stolz bist?
Nein.
 
15. Was darf in Deiner Wohnung auf keinen Fall fehlen?
Jedes Teil, das hier steht, wird benutzt oder angeschaut und würde   f e h l e n   , wenn 
es nicht da wäre.
 
16. Wie stark richtest Du Dich nach Trends?
Überhaupt nicht. Hoffe ich.
 
17. Bist Du mit der Wohnung so zufrieden oder hast Du noch Träume?
Die Stuckdecke im Erkerzimmer müßte restauriert werden.
 
18. Wie sieht ein gemütlicher Abend bei Dir zu Hause aus?
Im Bett liegen, essen, trinken und fernsehen und so weiter.
 
19. Welches Möbelstück käme bei Dir auf keinen Fall in die Wohnung?
Eine Hausbar.
 
20. Hast Du eine heimliche Leidenschaft, die Du in der Wohnung ausleben
kannst (Klavier spielen, Schach spielen o. ä.) ?

Meine Spur-1-Eisenbahn durch sämtliche Zimmer fahren lassen.
 
21. Ein paar Worte zu Eurem "Fluchtpunkt", dem Landsitz in der Heide!
Alles fällt völlig von einem ab, sobald man dieses Grundstück betritt. Man lebt nur noch 
mit der Natur. Und ganz wesentlich. Die Gespräche sind anders als in der Stadt.
 
22. Zurück zur Wohnung: Du arbeitest gerne in der Wohnung?
Nein.
 
23. Dein Büro ist die Alster. Hast Du wirklich kein Büro bzw. Schreibtisch in der Wohnung?
In der Wohnung sind zwei Biedermeiersekretäre, zwei Schreibpulte und zwei Arbeits-
tische. Alles wird emsig benutzt - aber nur von meiner Frau. Im Landhaus steht übrigens
auch ein Schreibtisch. Und auch an dem saß ich noch nie. Wenn ich Text lerne, muss ich mich unbedingt bewegen, muss ich laufen, wenn es was zu schreiben gibt, erledige ich das auf meinem Elefantensofa.
 
25. Das schönste Kompliment für Dein Zuhause?"
Wenn Leute kommen und sagen: "Das seid ihr!"
 
26. Bist Du jemand, der gerne Möbel umstellt?
Nein. Und meine Frau auch nicht.
 
27. Was magst Du an dem Stadtteil Uhlenhorst, in dem Du wohnst?
Die intelligente Mischung nicht versnobter Leute. Es ist ein Dorf mitten in der Großstadt.
 
28. Kochst Du gerne?
Hin und wieder. Aber dann mit Leidenschaft.
 
29. Bist Du gern gesehen als "Hilfskraft" in der Küche? Also: Bist Du ein guter Hausmann?
2x Ja!
 
3o. Hast Du ein Lebensmotto? Und wie lautet es?
Geizig mit der Zeit sein.
 
31. Was ist Deine größte Stärke?
Ich entwickle Kraft in verzweifelten Situationen.
 
32. Hast Du auch Schwächen?
Ein zu realistischer Blick. Und Ungeduld.
 
33. Welches Buch liest Du gerade?
Die Tagebücher von Harry Graf Kessler.
 
34. Wo ist für Dich der schönste Platz auf der Welt?
Neben meiner Frau.
 
35. Wie entspannst Du Dich am liebsten?
Auf meinen Spaziergängen, beim Lesen, mit Musik.
 
36. Was schätzt Du an Deiner Frau besonders?
Ich sehe sie gern an. Ihr Humor gefällt mir, ihre Großzügigkeit, ihre Intensität und ihre Fähigkeit zum Mitleiden.
 
37. Auf welche Eigenschaften legst Du bei anderen Menschen besonderen Wert?
Wahrhaftigkeit, Klugheit im menschlichen Sinne.
 
38. Woraus schöpfst Du Deine Überzeugung und Deine Kraft?
Aus der Liebesgeschichte mit meinem Menschen ziehe ich Kraft für alles andere.
 
39. Welches Ziel liegt Dir ganz besonders am Herzen?
Ich möchte meine Gedanken aufschreiben, Geschichten schreiben, vielleicht einen Roman.
 

Ulrich und Ehefrau Ann im Heidehaus

Er ist der "Mann der vielen Charaktere": Ulrich Pleitgen schlüpft als Schauspieler in die unterschiedlichsten Rollen - vom "guten Geist der "Familie Dr. Kleist" bis hin zum undurchsichtigen Kommissar Sander in "K3 - Kripo Hamburg" - beherrscht er die komplette Bandbreite. Privat steht er mit beiden Beinen fest auf der Erde. Er ist ein offener, gerader...>>

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