1969 - DAS OPFER HELENA - AUSZUG EINER KRITIK AUS DER HANNOVERSCHEN ALLGEMEINEN ZEITUNG VOM 17.11.1969

By: Hochschule für Musik und Theater Hanover

Die Bühne junger Schauspieler, deren Ensemble sich aus Studierenden der letzten Semester an der hannoverschen Hochschule für Musik und Theater rekrutiert, stellte auf der Bühne des Rambergsaals im Künstlerhaus die erste ihrer Produktionen der Saison vor. Die Wahl war auf eine musikalische Komödie, auch Kammermusical genannt, gefallen: "Das Opfer Helena", nach einem Hörspiel von Wolfgang Hildesheimer.
Hier ist zu bemerken, dass auch bekannte und gute Autoren nicht pausenlos Sternstunden haben. "Das Opfer Helena" verdankt seine Entstehung ohne Zweifel nicht einer Sternstunde Hildesheimers.
Walter Krückeberg und Friedel Mahn waren bemüht, durch etliche nette Regie-und Choreographieeinfälle auf einer geschickt gebauten Bühne von Norbert Labenz aus dem Stück das Bestmögliche herauszuholen.
Am besten wurde noch Paris, Ulrich Pleitgen, seiner Aufgabe gerecht. Für seinen umwerfend wohlerzogenen, naiven Tropf von einem trojanischen Prinzen erntete er Szenenapplaus. 
Kritik: Dietrich Stubbendorff

Hannoversche Presse:
Auch die Hannoversche Presse bejubelte den Paris von Ulrich Pleitgen. Doch kam es in der Kritik vom 17.November 1969 erst einmal zu einer tragischen Namensverwechslung, die erst Tage später zurück genommen wurde.
Blond, hellblau, strahlend: Dirk Bender als Prinz Paris. Mit einem unbeweglichen Gesicht, und doch so, als mache er sich über seine eigene Lustigkeit lustig. Sein Paris ist in sich selbst verliebt. Mehr als einmal gab es Szenenapplaus für ihn.

Ein paar Tage später die Korrektur im Kulturkalender:
Bei unserer Besprechung zu der Aufführung "Das Opfer Helena" der Bühne junger Schauspieler war uns ein Fehler unterlaufen. Den Menelaos spielte - wie berichtet - Dirk Bender. In der Rolle des Paris war Ulrich Pleitgen (und nicht noch einmal Dirk Bender) zu sehen.