ES GEHT NICHTS ÜBER DIE FAMILIE VON HENRY LIVINGS SCHILLER - THEATER WERKSTATT 1971/72

By: THEATER WERKSTATT - Berlin

In der Werkstatt des Berliner Schiller - Theaters spielte Ulrich Pleitgen den Sohn in Henry Livings Farce "Es geht nichts über die Familie".
Heinz Ritter vom BERLINER ABEND schrieb über ihn am 8.4.1972:
Zu einem Kabinettstückchen rundet der hochbegabte Ulrich Pleitgen die Figur des zurückgebliebenen Blondies von Sohn. Wie er die schwerhörigen Spätzündungen des mit seinem Transistor beschäftigten Knaben, seine Ängstlichkeit und Neugier nuancierte, war vorzüglich beobachtet.

Partner in dem Spaß waren: Martin Hirthe, Charlotte Joeres, Dagmar Biener und Alexander Wagner. Die Regie hatte Stefan Meuschel.

Auszug aus der Süddeutschen Zeitung vom 14.04.1972

Die meiste Eigenart hat aber der Autor Henry Livings ausgerechnet dem Passivsten, dem knäbisch-unreifen Enoch zugemessen: scheinbar begriffsstutzig, gleichgültig gegenüber dem Aufruhr um sich herum; und zwischendurch sonderbar treffend - geistesabwesende Beobachtungen, arglos-zierliche Bosheiten von sich gebend, die Ulrich Pleitgen wie Pferdeäpfel aus dem törichten Kindermund fallen lässt. Er macht den Comicstrip-Charakter des Stückes am ehesten deutlich.