Seit den 1980er Jahren besuchen Ulrich und Ann-Monika Pleitgen immer wieder Worpswede und Fischerhude, die kunstsinnigen Orte im Teufelsmoor.
"Barkenhoff, so hatte ich das Haus genannt, nach dem kleinen Birkenwald, den ich unten auf dem Grundstück gepflanzt hatte", schrieb Heinrich Vogeler ( 12. 12. 1872 - 14. 6. 1942 ) über seinen Sitz in Worpswede.
1895 hatte der Jugendstil-Maler, -Grafiker, -Illustrator und -Entwerfer in der von ihm geliebten norddeutschen Moorlandschaft von einer Erbschaft ein renovierungsbedürftiges Fachwerkhaus gekauft und es danach über Jahre um- und ausgebaut. Die Worpsweder Malerkolonie und deren Freunde, zu denen unter anderen Otto Modersohn, Paula Modersohn-Becker, Fritz Mackensen, Rainer Maria Rilke und Clara Westhoff gehörten, gingen hier ein und aus, wurden fotografiert und gemalt.
1898 erhielt das Haus mit der Anbringung der beiden biedermeierlichen Giebel sein noch heute existierendes prägnantes Gesicht. Ein Atelier und eine Druckwerkstatt entstanden, der Garten wurde neu gestaltet.
Nach dem Ersten Weltkrieg schloss Vogeler sich der revolutionären bolschewistischen Bewegung an. Er wandelte sein Haus zunächst in eine kommunistische Kommune, dann in ein Heim für Arbeiterkinder um. 1931 siedelte der Künstler in die Sowjetunion über. Vogeler starb in Kasachstan.